
Am kommenden Samstag, (13.6.) um 17.30 Uhr wird im Walkenbrückentor eine neue Ausstellung zum Thema Notgeld eröffnet. Sie beleuchtet ein spannendes Kapitel der deutschen Geld- und Wirtschaftsgeschichte und zeigt die außergewöhnliche Vielfalt von Zahlungsmitteln, die in Krisenzeiten entstanden. Der Coesfelder Sammler Friedhelm Becker präsentiert in Kooperation mit dem Stadtmuseum bis zum 15.11.26 zahlreiche außergewöhnliche Stücke aus seiner Sammlung.

Foto: Norbert Nagel
Aufgrund der hohen Nachfrage wird der Vortrag vom 2. Dezember 2025 wiederholt.
Auch Coesfeld war eine Stadt der Bunker. Wegen des alliierten Bombenkrieges sind in Coesfeld spätestens ab 1943 zahlreiche Luftschutzbunker gebaut worden. Viele von ihnen wurden nach 1945 abgerissen. Doch einige dieser Zeitzeugen aus Stein und Beton prägen als letzte bauliche Zeugen der Kriegszeit bis heute das Stadtbild. In seinem Vortrag gibt Historiker Dr. Norbert Nagel Einblicke in die Coesfelder Bunkerwelten.
Die Bunker geben Anlass zu Fragen: Wie viele Bunker gab es und wie viele stehen noch?
Wo stehen sie? Wer hat sie gebaut? Wer hat sie erlebt und in ihnen überlebt? Wem gehören sie? Wie werden die Bunker in unserer Zeit genutzt? Ist die historische Bunkerforschung noch eine Orchideendisziplin, oder wurde sie inzwischen von der Realität eingeholt? Und: Sind die alten Bunker eigentlich relevant für den modernen Zivilschutz? Diese und andere Fragen möchte der Vortragende gerne mit dem Publikum diskutieren.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter das.tor@coesfeld.de, da nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen.
Die Teilnahme ist frei.

Zum zweiten Mal nach 2021 gastiert das Festival zur jüdischen Kultur am 21. Juni 2026 in Coesfeld. Die von der Evangelischen Stadtakademie Bochum und Partnern organisierte Veranstaltungsreihe bietet vom 24. Mai bis 6. September Konzerte, Lesungen und Führungen in Bochum und ehemaligen Landsynagogen in Westfalen. „Das Kaleidoskop jüdischer Musik und Kultur solle den Weg für Verständigung und Dialog mit unseren jüdischen Nachbarn ebnen,“ so Festival-Leiter Dr. Manfred Keller. Jede Veranstaltung umfasst eine Lesung, Einblicke in das jüdische Leben vor Ort und ein Konzert.
In Coesfeld startet das Programm am Sonntag um 14 Uhr im Forum der Volkshochschule (Osterwicker Str. 29) mit einer Lesung von Andrea Behnke. Sie stellt ihr Buch Kinderbuch „Der Duft von Apfelkuchen“ vor, die Geschichte eines jüdischen Mädchens, das zum Schutz vor den Nazis 1939 mit einem sogenannten Kindertransport nach England geschickt wurde.
Um 15.30 Uhr startet am Stadtmuseum DAS TOR eine Führung zu jüdischen Spuren in der Stadt. Mit der Besichtigung der alten Synagoge bildet dies den lokalen Part der Veranstaltung.
Um 17 Uhr findet dann das Konzert „Shabbat HaMalka – Die Königin des Sabbats“ in der Aula der Liebfrauenschule (Kuchenstr. 18) statt. Kantor Baruch Chauskin (Osnabrück) und sein Ensemble geben darin Einblick in die musikalische Tradition des Schabbats. Einen Schwerpunkt des Programms bilden die Werke des deutsch-amerikanischen Kantors Erich Mendel.
Das Walkenbrückentor wurde im 14. Jahrhundert aus mehreren tausend Ziegelsteinen gebaut. Aber wie wurden diese im Mittelalter hergestellt? In einem zweistündigen Workshop für Kinder ab 8 Jahren und Familien werden eigene, individuell gestaltete Ziegel hergestellt. Dabei erfahren die großen und kleinen Teilnehmenden viele spannende Details rund um die Themen Stadtbesfestigung und Ziegelproduktion. Die Workshops finden jeweils statt am:
Montag, 31. August, 16 – 18 Uhr
Dienstag, 1. September, 16 – 18 Uhr
Samstag, 5. September, 10 – 12 Uhr
Nach der Trocknung im Museum werden diese Ziegel am 12. September im Stadtmuseum aufgebaut. So ensteht ein gemeinsamer Turm, der am Tag des offenen Denkmals am 13. September präsentiert wird. Im Anschluss an den Tag des offenen Denkmals können die Ziegel als Erinnerung mitgenommen werden. Die Veranstaltung ist Teil des Kulturjahresprogramms des Kreises Coesfeld.
Da die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung unter das.tor@coesfeld.de erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.
Der Ort
Das Stadtmuseum Coesfeld befindet sich im historischen Walkenbrückentor an der Berkel-Umflut. Es ist das letzte noch erhaltene Tor der ehemaligen mittelalterlichen Stadtbefestigung (schriftliche Ersterwähnung im Jahr 1339). Es war nicht nur Befestigungsanlage, sondern auch eine Zeit lang Zollstation, Gefängnis und ist heute ein Museum. Trotz der starken Zerstörung des Walkenbrückentors im Zweiten Weltkrieg ist es bis heute eines der markantesten Gebäude des Coesfelder Stadtbildes.
Das Museum
Die Ausstellungsfläche erstreckt sich auf mehreren Etagen vom Walkenbrückentor über die beiden seitlichen Anbauten. Seit 2020 bietet Das Museum eine vollständig modernisierte, zeitgemäße Dauerausstellung und macht mehr als 1200 Jahre Stadtgeschichte anhand historischer Sachzeugen erlebbar. Ein einheitliches Gestaltungsprinzip mit räumlich getrennten Themeninseln erleichtert die Orientierung. Neben der Stadtgeschichte, greift das Museum verschiedene Bezüge zur Baumbergeregion auf. Bereits seit dem Mittelalter war der rege Handelsaustausch für die Entwicklung von Coesfeld und die Region elementar.
Die Themen der Dauerausstellung im Überblick: