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Historische Szenen kreativ aufbereitet
Schaukasten-Ausstellung zum Schulprojekt der Theo in der alten Synagoge
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Wie lebten jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger während der Zeit des Nationalsozialismus in Coesfeld? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Jahrgangsstufe 10 der Theodor-Heuss-Realschule im Rahmen einer intensiven Projektwoche. Dank der Unterstützung der städtischen Jugendförderung und des Landesprogramms „Teil.sein.NRW“ konnten dabei zwei besondere Workshops realisiert werden, die historische Recherche mit kreativer und interaktiver Geschichtsvermittlung verbinden.
In einem Workshop entwickelten die Jugendlichen einen Erfahrungsparcours, in einem zweiten entstanden Schaukästen, die Alltagsszenen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Coesfeld während der NS-Zeit zeigen.
Diese Schaukästen sind jetzt in der alten Synagoge ausgestellt, und zwar vom 24. Oktober bis 28. November. Im Anschluss an die Ausstellung werden außerdem Termine für den Erfahrungsparcours „Auf den Spuren von Karl Heinz Freund“ angeboten. Die genauen Termine werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
„Schulen sollten solche Projekte öfters machen und nicht nur zwei Tage. Ich weiß jetzt mehr über meine Stadt und wie es früher war und ich kann mein Wissen auch noch weitergeben“, sagte Lorin (16), die an dem Erfahrungsparcours zu Karl Heinz Freund mitgearbeitet hat.
Museumspädagogin Anne Grütters ist beeindruckt von den Ergebnissen: „Wir sind absolut begeistert davon, wie die Schülerinnen und Schüler die Ereignisse in Coesfeld in diesen kleinen Dioramen eingefangen haben. Die Unterdrückung, Ausgrenzung und das Leid der Menschen werden so noch greifbarer.“
Schaukasten-Ausstellung in der alten Synagoge (bis 28. November), Weberstraße 7: offen immer samstags von 14 bis 17 Uhr, Eintritt frei
Zum Thema: Projektwoche zum jüdischen Leben in Coesfeld
Unter Anleitung von Jutta Meyer zu Riemsloh vom Kunstverein Münsterland gestalteten Schülerinnen und Schüler Dioramen in kleinen Schaukästen. Sie zeigen Alltagsszenen jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger in Coesfeld während der NS-Zeit. Dafür recherchierten sie historische Quellen, arbeiteten sich intensiv in die Thematik ein und entwickelten daraus eigene kreative Darstellungen, die sie mit erläuternden Texten ergänzten.
Ein zweiter Workshop widmete sich dem Leben des jüdischen Jungen Karl Heinz Freund. Gemeinsam mit Gabi Kaudewitz von der Jugendförderung der Stadt Coesfeld entwickelten die Jugendlichen einen Erfahrungsparcours „Auf den Spuren von Karl Heinz Freund“ in der alten Synagoge. Auch hierfür waren umfangreiche Recherchen erforderlich. Ziel war es, die Geschichte auf eine interaktive Weise erfahrbar zu machen und einen persönlichen Zugang zur Lebenswirklichkeit jüdischer Menschen in der NS-Zeit zu ermöglichen.
Zur Vorbereitung auf die beiden Workshops besuchten die Schülerinnen und Schüler unter anderem das Stadtmuseum DAS TOR und die alte Synagoge.