Natz-Thier-Haus

 

Das Natz-Thier-Haus in der Pfauengasse 6 wurde von Bernhard Heinrich Thier (*1774, +1843) erbaut. Im Garten hinter seinem Grundstück entstand das Fachwerkhaus 1826 als "Hinterhaus mit Wohnstube", wie dem Eintrag im Urkataster der Stadt Coesfeld zu entnehmen ist. Im Haus richtete er eine Werkstatt ein, die bis etwa 1900 als Thier'sche Zinngießerei in Betrieb war. Oberbaurat Natz Thier (*1886, +1957), der Sohn des letzten Coesfelder Zinngießers, machte sich als münsterländer Heimatdichter einen Namen und begründete die Coesfelder Karnevalsgesellschaft "Die-la-Hei".

1983 erbte die Stadt Coesfeld die alte Zinngießerwerkstatt, mit dem Auftrag das Gedenken an die Zinngießerfamilie und den Heimatdichter Natz Thier aufrecht zu erhalten. Nachdem von 1995 bis 2022 zu diesem Anlass ein Museum im Haus in der Pfauengasse eingerichtet war, änderte sich zum Jahr 2023 mit einem Ratsbeschluss das Nutzungskonzept. Seitdem bespielt der Verein "Kunst und Kulturwerkstatt Natz-Thier e.V." die ehemaligen Museumsräume. Bestimmungsgemäß erfolgt so die Auseinandersetzung mit dem Wirken von Natz Thier in künstlerischer Art und Weise.

 
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