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Gemälde „Taufe Christ“ kehrt nach Coesfeld zurück

Dauerhafte öffentliche Präsentation im Stadtmuseum Das TOR gelingt dank vieler Partner, der Kulturstiftung der Länder, der Kunststiftung NRW, der Ernst-von-Siemens-Stiftung, der VR-Bank Westmünsterland, der Kastell-Stiftung sowie des Autohauses Knubel in Coesfeld


Als Teil der Coesfelder Stadtgeschichte und Vermittler von Themen wie "Gegenreformation" oder "Coesfeld als Residenzstadt" soll das Heimbach - Gemälde Höhepunkte der Sammlung im Stadtmuseum Das TOR sein. Beigeordneter Thomas Backes, Fachbereichsleiterin Dr. Mechtilde Boland-Theißen, Restaurator und Projektmitglied für das Stadtmuseum Alfred Eimers, Thomas Borgert (VR-Bank) und VR-Bank-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker freuen sich, dass die Finanzierung gelungen ist.


Coesfeld. Die „Taufe Christi“ kehrt nach Coesfeld zurück. Beigeordneter Thomas Backes, VR-Bank-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Baecker und Restaurator Alfred Eimers informierten die Pressevertreter am Mittwoch, 23. Mai, dass die Finanzierung geglückt ist. „Letztlich hat die kulturhistorische Qualität des Werkes alle Partner überzeugt“, sagt Thomas Backes. Der Beigeordnete verweist auf zwei Gutachten, welche die Echtheit und die Bedeutung des Werkes aus dem 17. Jahrhundert unter-streichen. „Die Taufe Christi dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, war der Wunsch, der alle Unterstüt-zer einigende Wunsch.“

Die Kulturstiftung der Länder, die Kunststiftung NRW, die Ernst-von-Siemens-Stiftung, die VR-Bank Westmünsterland, die Kastell-Stiftung und das Autohaus Knubel haben den Erwerb des Werkes aus dem 17. Jahrhundert ermöglicht. Am 01. Juni übergeben es die Sponsoren an die Stadt Coesfeld, die es im Folgenden im Stadtmuseum Das Tor ausstellen wird.

Stadtbaurat Thomas Backes erläutert, die Stadt sei in der glücklichen Lage, Menschen für die Projektgruppe Stadt-museum gewonnen zu haben, die für diese Aufgabe wahr-haft brennen. „Das ist ein Glücksfall für Coesfeld.“ So sei der eigentliche Initiator des Projekts Heimkehr der „Taufe Christi“ Alfred Eimers. Der passionierte Restaurator und Mitglied in der Projektgruppe Stadtmuseum habe sich un-ermüdlich dafür eingesetzt, dass das Werk in Coesfeld öf-fentlich gezeigt wird.

„Das Werk wird ein kulturhistorischer Höhepunkt in unse-rer Sammlung werden“, ist Alfred Eimers überzeugt. Zudem ließen sich mehrere historische Entwicklungen an dem Werk und seiner Bildsprache festmachen. Er nennt beispielhaft Coesfelds Funktion als Residenzstadt im 17. Jahrhundert. „Damals residierte hier der in Nordwestdeutschland bedeutende Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen. Mit Hilfe des Bildes können wir im Museum die Hofhaltung vortrefflich demonstrieren.“ Es ließen sich Bezüge zum Hofmaler Wolfgang Heimbach wie zur damals unterhaltenen Hofkapelle deutlich machen. Zweitens stehe das Werk beispielgebend für die von van Galen beherzt durchgeführte Gegenreformation. „Es galt die eigenen Schützlinge, die nicht lesen und schreiben konnten, über solche Bildwerke religiös zu unterweisen“, erklärt Eimers weiter. Ferner helfe das Werk das Leben der wandernden Maler zu dieser Zeit zu illustrieren. So arbeitete sein Schöpfer Wolfgang Heimbach auch in Italien, u. a. für die Medici und war in Dänemark.

Am 01.06. wird das Werk erstmals zu sehen sein, wenn die Geldgeber es Bürgermeister Öhmann stellvertretend für die Stadt Coesfeld überreichen. 


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