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Sonderzüge in den Tod

Reise ohne Wiederkehr

Am 10. Dezember 1941 holt die Gestapo, wie überall im Münsterland, 19 Coesfelder Juden ab, die ab 1941 fast alle im Haus der Familie Eichenwald (Kupferstraße 10) zusammengepfercht leben mussten. Drei Tage später, am 13. Dezember, beginnt ihre Todesfahrt mit der Reichsbahn von Münster aus in das Ghetto nach Riga / Lettland.

Die Schüler/innen setzen sich im TOR unter dem Thema „Sonderzüge in den Tod“ altersgerecht mit dem Holocaust und dem Völkermord an den europäischen Juden im Zuge der Wannsee-Konferenz auseinander.

Dieses pädagogische Angebot ist dabei auf die schulischen Voraussetzungen der Schüler/innen abgestimmt. Unter Zuhilfenahme der Objekte im Museum und altersgerechter  Arbeitsblätter wird es auch für jüngere Schülern/innen möglich, sich dem Thema Holocaust behutsam zu nähern.

Das Angebot beinhaltet vor allem den Besuch der Museumsabteilungen im Raum „Verschwunden? / Das Ende des jüdischen Lebens in Coesfeld und im Münsterland“. Es wird die Schüler/innen auch zur Spurensuche nach jüdischen Menschen der Region und zu einer anhaltenden Erinnerungsarbeit über den Besuch im TOR hinaus anregen.

 

Ein Leben im Ghetto Riga

Dieses Angebot richtet sich besonders an unsere jüngeren Schüler/innen. Sie lernen Karlheinz Freund aus Coesfeld kennen. Der kleine jüdische Junge erzählt, was er vom 10. Dezember 1941 bis zum 2. November 1943 erlebt.

Max. Teilnehmer/innen:
Klassenstärke / ca. 24 Schüler/innen

Alter:
8 – 10 Jahre / Sek. I

Dauer:
3 UStd.

Ort:
DAS TOR

 

„Die Endlösung der Judenfrage“

„nach unbekannt verzogen“

Mit den Angeboten 4b (1-4) werden Grund- und Leistungskurse Geschichte angesprochen. Es wird der Frage nachgegangen: Was ist aus den jüdischen Menschen geworden, die einmal in Coesfeld und dem Münsterland gelebt haben? Mit Hilfe der wichtigsten Dokumente, die es zum Holocaust gibt, erfahren die Schüler/innen mehr über die verschiedenen Deportationswege ab dem Herbst 1941 und die damit verbundene „Vernichtungsmaschinerie“ im Zuge der Konferenz am Wannsee. Wir empfehlen diese Angebote als Gesamtpaket.

Max. Teilnehmer/innen:
15 Schüler/innen

Alter:
Sek. II / Einführung GKG / LKG

Dauer:
3 – 6 UStd.

Ort:
DAS TOR / Forscherlabor

Deportationsziel Theresienstadt

Der letzte Deportationszug mit Juden aus dem Münsterland verlässt am 31. Juli 1942 den Bezirk der Gestapoleitstelle Münster. Betroffen sind vor allem Juden, die älter als 65 Jahre sind. Deshalb spricht man auch vom „Altentransport nach Theresienstadt“. Unter ihnen sind auch Juden aus Coesfeld.

In diesem Angebot erfahren die Schüler/innen mehr über das weitere Schicksal der nach Theresienstadt deportierten Menschen und bekommen gleichzeitig grundlegende Einblicke in jüngste Forschungsergebnisse im TOR. Die Leistungskurse Geschichte recherchieren vertiefend dazu an den historischen Quellen.

Max. Teilnehmer/innen:
15 Schüler/innen

Alter:
Sek. II / GKG Einführung / LKG

Dauer:
6 – 9 UStd.

Ort:
DAS TOR / Forscherlabor

Was geschieht im Herbst 1943 und am 2.11.1943 in Riga?

Kaiserwald - Auschwitz - Stutthof – Buchenwald?

Im Herbst 1943 bahnt sich die Auflösung des Ghettos in Riga an, die am 2.11.1943 endgültig vollzogen wird.

Bei diesem Angebot gehen die Schüler/innen der Grund- und Leistungskurse Geschichte den verschiedenen Schicksalen der Ghetto-Insassen nach, verfolgen ihre Spuren, bis sie sich in einem der Konzentrationslager für immer verlieren.

Dabei werden die Schüler/innen auch immer wieder auf Spuren von Juden aus Coesfeld und dem Münsterland im TOR stoßen. Im Forscherlabor werden die Leistungskurse Geschichte dazu vertiefend an den historischen Quellen recherchieren.

Max. Teilnehmer/innen:
15 Schüler/innen

Alter:
Sek. II / GKG Einführung / LKG

Dauer:
6 - 9 UStd.

Ort:
DAS TOR / Forscherlabor

Von Westerbork (NL) nach Auschwitz-Birkenau und Sobibor

Mehr als 100.000 holländische Juden, einige Hundert Sinti und Roma sowie viele jüdische Flüchtlinge aus fast allen europäischen Ländern werden über das Durchgangslager Westerbork in die Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und Sobibor deportiert. Unter ihnen sind auch zahlreiche Coesfelder.

In diesem Angebot folgen die Schüler/innen ihren Spuren im TOR und die Leistungskurse Geschichte recherchieren im Forscherlabor vertiefend an den historischen Quellen.

Max. Teilnehmer/innen:
15 Schüler/innen

Alter:
Sek. II / GKG Einführung / LKG

Dauer:
6 – 9 UStd.

Ort:
DAS TOR / Forscherlabor

Am Schreibtisch bürokratisch geplant und beschlossen...
... und anschließend systematisch ausgeführt.

Die Konferenz am Wannsee am 20. Januar 1942

Das Protokoll der Wannsee-Konferenz

Am 20. Januar 1942 findet eine Besprechung von fünfzehn führenden
Nationalsozialisten aus Partei und Staatsapparat unter der Leitung von
Reinhard Heydrich statt. In dieser Konferenz wird der Völkermord an den europäischen Juden beschlossen und im abschließenden Protokoll nüchternbürokratisch als „Endlösung der Judenfrage“ bezeichnet. Im historischen Verständnis und in der Auseinandersetzung mit dem Holocaust kann man es als eines der Schlüsseldokumente überhaupt bezeichnen.

In diesem Angebot setzen sich die Schüler/innen der Grund- und Leistungskurse Geschichte im TOR einführend mit dem „Protokoll der
Wannsee-Konferenz“ auseinander und stellen Bezüge zu den Inhalten in den entsprechenden Museumsabteilungen her. Die Schüler/innen der Leistungskurse werden im Forscherlabor vertiefend an dieser wichtigen historischen Quelle recherchieren, darüber referieren und diskutieren.

Max. Teilnehmer/innen:
15 Schüler/innen

Alter:
Sek. II / GKG Einführung / LKG

Dauer:
3 – 6 UStd.

Ort:
DAS TOR / Forscherlabor

Die Konferenz am Wannsee am 20. Januar 1942

Die Dokumente zum Holocaust

Dieses Angebot richtet sich ganz besonders an die Leistungskurse Geschichte. Die Schüler/innen recherchieren im Forscherlabor intensiv an den historischen Quellen zum Holocaust und stellen die Bezüge zu den Abteilungen im Museum her. Die Ergebnisse ihrer „Forschungen“ stellen sie ihren Mitschüler/innen in Form von Führungen, Referaten, Diskussionsgrundlagen u.ä. vor.

Max. Teilnehmer/innen:
15 Schüler/innen

Alter:
Sek. II / LKG

Dauer:
6 – 9 UStd.

Ort:
DAS TOR / Forscherlabor

Aktuell

Kulturstrolche der Ludgeri-Schule Klasse 4a im TOR und im Forscherlabor

Auf Spurensuche mit der Lesekiste

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